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Генрих Бёлль - Немецкий язык с Генрихом Бёллем. Хлеб ранних лет

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Генрих Бёлль - Немецкий язык с Генрихом Бёллем. Хлеб ранних лет
Название: Немецкий язык с Генрихом Бёллем. Хлеб ранних лет
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Дата добавления: 15 февраль 2019
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Немецкий язык с Генрихом Бёллем. Хлеб ранних лет читать книгу онлайн

Немецкий язык с Генрихом Бёллем. Хлеб ранних лет - читать бесплатно онлайн , автор Генрих Бёлль
В книге предлагается произведение Г.Белля "Хлеб ранних лет", адаптированное (без упрощения текста оригинала) по методу Ильи Франка. Уникальность метода заключается в том, что запоминание слов и выражений происходит за счет их повторяемости, без заучивания и необходимости использовать словарь. Пособие способствует эффективному освоению языка, может служить дополнением к учебникам по грамматике или к основным занятиям. Предназначено для студентов, для изучающих немецкий язык самостоятельно, а также для всех интересующихся немецкой культурой.
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4          Nie vorher hatte ich gewusst, dass ich unsterblich und wie sterblich ich war: ich hörte die Kinder schreien, die in Bethlehem ermordet worden sind, und in ihr Schreien mischte sich der Todesschrei Fruklahrs, ein Schrei, den niemand gehört hatte, der mein Ohr aber nun erreichte; ich roch den Atem der Löwen, die die Märtyrer zerrissen hatten, fühlte ihre Pranken wie Dornen in meinem Fleisch; ich schmeckte die Sole des Meeres, bittere Tropfen aus der tiefsten Tiefe, und ich sah in Bilder hinein, die über ihre Rahmen hinauswuchsen wie Wasser, das über die Ufer tritt — Landschaften, die ich nie gesehen, Gesichter, die ich nie gekannt hatte, und ich fiel durch diese Bilder hindurch auf Hedwigs Gesicht, prallte auf Brolaski, auf Helene Frenkel, auf Fruklahr, fiel durch diese Gesichter wieder hindurch auf Hedwig, und ich wusste, dass ihr Gesicht unvergänglich war, dass ich sie wiedersehen würde, mit einem Tuch vor dem Gesicht, das es plötzlich abreißen würde, um ihr Gesicht Grömmig zu zeigen. Hedwigs Gesicht, das ich mit meinen Augen gar nicht sehen konnte, weil die Nacht so dunkel war, aber ich brauchte keine Augen mehr, um sie zu sehen.

5          Bilder kamen aus der Dunkelkammer herauf: ich sah mich selbst wie einen Fremden mich über Hedwig beugen, und ich war eifersüchtig auf mich selbst; ich sah den Mann, der sie angesprochen hatte, seine gelben Zahne, seine Aktentasche, sah Mozart, wie er Fräulein Klontick, der Klavierlehrerin, die neben uns gewohnt hatte, zulächelte, und die Frau aus der Kurbelstraße weinte in alle Bilder hinein, und immer noch war Montag, und ich wusste, dass ich nicht vorwärtskommen wollte, zurückkommen wollte ich, wohin wusste ich nicht, aber zurück.


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